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Uchter Feuerwehrmänner kämpfen bei der Europameisterschaft um den Titel

„Toughest Firefighter Alive“




Gruppenbild:

hinten v.l.: Team Minden; David Bensch, Steffen Friedrich, Henning Sauer, Kai Roski

vorne v.l.: Team Uchte; Stefan Broda, Arne Döding, Nils Schmidt, Dominick Hachmeyer


Bereits zum 19. Mal fand vergangenes Wochenende auf dem Gelände des Elisabeth-Krankenhauses in Mönchengladbach die Europameisterschaft im Kampf um den Titel des härtesten Feuerwehrmannes, dem „Toughest Firefighter Alive“ (TFA), statt.

Zum 3. Mal mit dabei, Feuerwehrmänner der Ortswehr Uchte.

Die vier Stationen des Wettkampfes, die in kompletter Brandschutz-Bekleidung inklusive Helm, Stiefel und geschultertem Atemschutzgerät absolviert werden müssen, haben es in sich:

Bei Station 1 müssen zwei 80m lange, in Buchten liegende B-Schläuche ausgezogen und daraufhin zwei weitere B-Schläuche aufgerollt und in einer Kiste abgelegt werden. Dieses beim Einzelstart  mit angeschlossenem PA.

Weiter geht es an Station 2, wo an der sog. „Keiser Force Machine“ ein 75 kg Gewicht durch Schläge mit einem Hammer über eine Distanz von ca. zwei Metern bewegt werden muss. Danach gilt es, einen 80kg schweren Dummy 80 Meter weit zu ziehen um anschließend nach ablegen des PA einen Schaummittelkanisters durch einen Tunnel hin und zurück zu transportieren.  Abschluss dieser Station bildet die von allen Teilnehmern gefürchtete Eskaladierwand von 3 Metern Höhe, die nur mithilfe eines Taus zu überwinden ist.

Die 3. Station beginnt mit dem Aufstellen einer zweiteiligen Steckleiter, gefolgt vom Transport zweier jeweils 15kg schwerer Kanister über eine Treppe hinauf in das dritte Obergeschoss. Dort angekommen, ziehen die Teilnehmer ein 30kg schweres Schlauchpaket an einem Seil hinauf, um sofort wieder mitsamt Kanistern die Treppen hinunter zu sprinten. Nach dem Kraftakt ist nun noch einmal Fingerspitzengefühl gefragt: ein Mundstück muss möglichst schnell und komplett auf ein Strahlrohr aufgeschraubt werden.

Wohl dem, der nun noch genug „Saft“ in den Oberschenkeln für die vierte und letzte Station hat, denn es geht hoch hinaus: die 15 Etagen des Elisabeth-Krankenhauses sind in möglichst kurzer Zeit zu bezwingen. Zur Erinnerung: immer noch in der kompletten, ca. 20kg schweren Ausrüstung.

Der Wettkampftag begann bei regnerischem Wetter um die Mittagszeit mit den Einzelstartern. Hier ging für die Berufsfeuerwehr Minden der Uchter Kamerad Henning Sauer an den Start und musste alle vier Stationen kurz nacheinander bewältigen. Dies zu schaffen, hatte er sich für seine Premiere im Einzelstart fest vorgenommen, was ihm auch gelang. Lediglich an Station 2 überschritt er die Maximalzeit von 4 Minuten um 53 Sekunden und bekam somit 4 min als Strafzeit aufgebrummt.

Im Endergebnis kam Henning somit auf eine Zeit von 15:56min und landete auf Platz 90 in der Gesamtwertung und auf Platz 11 in seiner Altersklasse im international stark besetzten Starterfeld.

Am Nachmittag kam zu Beginn des Staffelwettbewerbes die Sonne wieder zum Vorschein und sorgte mit Temperaturen nahe der 30grad Marke wieder für bestes TFA-Wetter. Neben Mannschaften aus Polen, Tschechien, Estland, Südafrika und Großbritannien traten das TFA Team Uchte, wie schon im Jahr zuvor, gegen das befreundete TFA Team aus Minden an. Eine Begegnung, die sich zum Klassiker entwickeln könnte und versprach, spannend zu werden: hatten die Uchter doch letztes Jahr nur knapp mit 3 Sekunden Vorsprung gewonnen. Für Uchte gingen Dominick Hachmeyer, Arne Döding, Nils Schmidt und Stefan Broda an den Start. Henning Sauer startete dieses Jahr mit seinen Kollegen der Feuerwehr Minden.

Nachdem die Mindener im Treppenhaus des Elisabeth-Krankenhauses zunächst in Führung gingen, konnten die Uchter beim Schläuche ziehen und an der Keiser Force Machine Boden gut machen, sodass die Teams bei der Personenrettung gleichauf lagen. Erst nach 80 schweißtreibenden Metern mit dem Dummy im Rettungsgriff konnte sich der Mindener Läufer im Tunnel und an der Eskaladierwand langsam von seinem Verfolger absetzen. Diesen Vorsprung ließ sich der Schlussläufer nun nicht mehr abnehmen und führte die Mindener TFA Staffel mit einer Zeit von 10:11min zum Sieg im internen Duell. Kurz dahinter, mit einer ebenso respektablen Gesamtzeit von 10:46min, das TFA-Team der Feuerwehr Uchte.

In der Staffelwertung bedeutete dies für das Uchter Team Platz 18 und für die Mindener Platz 16 von teilnehmenden Staffeln.

Das bärenstarke TFA-Team aus Tschechien gewann den Staffelwettbewerb und benötigte dafür lediglich 6:41min…Der Sieger der Einzelwertung ist Petr Moles aus Tschechien der nur 5:54 min für die 4 Stationen benötigte…

Bei aller sportlichen Rivalität ging es abseits der Wettkampfstrecke wieder sehr kameradschaftlich und sogar freundschaftlich zu. Der TFA-Wettkampf ist eine Zusammenkunft von Feuerwehrsportlern aus aller Welt, die die Begeisterung für einen etwas außergewöhnlichen Sport und letztendlich auch für den Feuerwehrdienst teilen.

Alle Ergebnisse und weitere Infos zum Wettkampf unter www.TFA-Germany.de

Für das Uchter Team war es der 2. Wettkampf nach der Teilnahme mit einer Staffel am Hannover Marathon, dieser wurde auch in Überkleidung, Helm und geschultertem PA absolviert. Als nächstes stehen nun der Tetraeder Treppenlauf in Bottrop, die Firefighter Challange und der Firefighter-Stairrun in Düsseldorf auf dem Programm.

Weitere Bilder finden Sie hier.

 





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